Donnerstag, 20. November 2013, 19.30 Uhr, Filmforum im Museum Ludwig

LABORAT

Guillaume Cailleau
Deutschland 2014, 22', Experimentalfilm


Produktion: CaSk Films
Buch: Guillaume Cailleau, Hanna Slak
Schnitt: Hanna Slak
Kamera: Michel Balagué, Guillaume Cailleau
Musik: Werner Dafeldecker
Ton: Kai Nicholas Thiessen

Synopsis

Eine Maus wird sediert, präpariert, im MRT dokumentiert, dann seziert. Sie stirbt. Ein normaler, standardisierter Prozess im Labor, unzählige Male wiederholte Routine der Datengewinnung, jedes Mal so ähnlich, dass die einzelnen Handgriffe so ununterscheidbar scheinen, wie die Mäuse, an denen sie ausgeführt werden.

Eine kleine Filmcrew zeichnet die Arbeit auf. Auch hier gibt es ein Protokoll, nach dem verfahren wird: Ton läuft, Kamera läuft, Klappe. Wissenschaftliches Experiment trifft auf filmisches Experimentieren. Ein Film entsteht, der sich für die Arbeit der Forscher interessiert, aber ebenso, und vielleicht noch mehr, für die eigene Komplizenschaft in diesem Gefüge; der sich selbst seziert und unter die Lupe nimmt, seine Struktur offen legt. Ein Film, dem das Unbehagen gegenüber den eigenen Bildern eingeschrieben ist, der sich wehrt gegen die Anschlussfehler ausschließende Konformität der immer gleichen Vorgänge.

Ein satirisches Märchen über die Poesie gecoachten Sprechens und ökonomisierter Kommunikation.

Biographie

Guillaume Cailleau
Guillaume Cailleau wurde 1978 in Frankreich geboren, heute lebt er in Berlin. Seine Arbeit reicht von 16mm- Filmen und HD-Videos bis hin zu Multimedia-Installationen und Performances.

Filmographie (Auswahl)

2014 LABORAT
2013 vAbdou's dread in teatro argentino, Roma
2012 Austerity Measures
2010 H(i)J
2009 Through