Donnerstag, 20.11.2014, 19.30 Uhr, Kunsthaus Kat 18

DESOLATION

Henrike Naumann
Soundinstallation, Schrankwand, Bürostuhl


Synopsis

In ihrer Arbeit Desolation beschäftigt sich Henrike Naumann mit dem ehemaligen Gangsterrapper Deso Dogg aus Berlin-Kreuzberg. Seit 2012 ist dieser in Syrien als Kämpfer für den Islamischen Staat unterwegs und ruft über seinen Videochannel Jugendliche aus Deutschland auf, ihm in den Jihad zu folgen. Henrike Naumanns Installation beschwört die komplexen Verbindungen zwischen deutschem Wohnzimmer und globalisiertem Terror. Sie nimmt den Hassbotschaften ihre Bilder und schafft stattdessen einen besonderen Erfahrungsraum. Ihre Arbeit lässt sich nur alleine erleben, platziert auf einem Bürostuhl vor einer massiven Schrankwand.

Biographie

Henrike Naumann studierte Szenografie an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg, sowie Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für die Bildenden Künste in Dresden. In ihren immersiven Installationen kombiniert sie Video oder Sound mit szenographischen Raumentwürfen.

Werke (Auswahl)

2014: Contemporary
2013: Unbetitelt
2012: Triangular Stories